Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg
#machtmal18a

Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Strukturwandel

17 globale Nachhaltigkeitsziele

Dass junge Menschen sich für die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz, die globalen Nachhaltigkeitsziele und die Veränderungen in ihrer Lebenswelt interessieren, zeigen sie an vielen verschiedenen Orten und zu vielen verschiedenen Themen in ganz Brandenburg. Dass junge Menschen etwas bewirken können, haben die Klimaaktivist*innen von Bewegungen wie „Fridays for future“ und „Extinction Rebellion“  eindrucksvoll bewiesen. Es geht jetzt darum, ihre Perspektiven auch aufzugreifen und ihnen verantwortliches Handeln für eine zukunftsfähige Gesellschaft auch zu ermöglichen.

"Kinder und Jugendliche für Nachhaltigkeit zu gewinnen, ihre Perspektiven aufzugreifen und ihnen verantwortliches Handeln für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu ermöglichen, gehört zu den unstrittigen Kernpunkten erfolgreicher Nachhaltigkeitspolitik. Dies setzt voraus, dass junge Menschen möglichst umfassend und wirksam an der Entwicklung, Umsetzung und Bewertung von Nachhaltigkeitsstrategien beteiligt sein sollten" (Roth, R.: Impulse zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in den Nachhaltigkeitsstrategien der Bundesländer, in: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich entwickeln - Impulse für ein nachhaltiges Nordrhein-Westfalen, Gütersloh 2015, S. 327; Download-Link).

Das Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendebteiligung hat die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und sich veränderte Lebenswelten junger Menschen in den Prozessbegleitungen und Beratungen im Blick, sondern greift sie in Projekten auch gezielt auf. Darüber hinaus ist das Kompetenzzentrum in der Steuerungsgruppe der Landesnachhaltigkeitsplattform vertreten.

Jugendforum Nachhaltigkeit - Entwicklung von Handlungsempfehlungen

Gemeinsam mit dem Landejugendring Brandenburg und im Auftrag des MBJS und MLUK wurden 2019 unter Beteiligung von jungen Menschen Handlungsempfehlungen zur Fortführung eines Jugendforums Nachhaltigkeit für das Land Brandenburg entwickelt. Im Land Brandenburg war bereits seit mehreren Jahren eine „kritische Begleitung“ der Landesnachhaltigkeitsstrategie durch junge Menschen gewünscht und es gab bereits mehrere Projektansätze und Anläufe, dazu entsprechende Strukturen zu etablieren.

Flyer Entwicklungswerkstatt 2019

Die Ziele dieses Projektes waren:

  • gemeinsam mit den relevanten Akteur*innen und Partnerorganisationen Strategien zu entwickeln, wie die Landesnachhaltigkeitsstrategie Brandenburg 2020 und in den Folgejahren von jungen Menschen kritisch begleitet werden kann,
  • Aufgaben, Ziele und Strukturen für ein Jugendforum „Nachhaltigkeit“ zu beschreiben und
  • zu beraten, welche Strukturen geschaffen werden müssten, um die zu entwickelnden Strategien, Ansätze und Methoden auch nachhaltig zu verankern.

Zur Umsetzung der Ziele wurden Interviews geführt, Dokumentenanalysen vorgenommen, und junge Menschen über die Jugendverbände und in der Entwicklungswerkstatt* "Wir setzen auf die Zukunft! Klimaschutz, Umwelt, Nachhaltigkeit" am 14.11.2019 beteiligt.

Die Ergebnisse der Evaluation wurden gemeinsam mit den Handlungsempfehlungen zur Fortführung des Jugendforums Nachhaltigkeit des Landes Brandenburg in Form eines gemeinsamen Berichtes veröffentlicht.

* Die Entwicklungswerkstatt ist eine ideengenerierende Planungsmethode. Sie hat eine Werkstatt als Bild und Arbeitsprinzip. Die Teilnehmenden sind die Akteure. Die Entwicklungswerkstätten werden als Instrument zur Identifizierung der Problemlagen, zur Verbesserung der Kommunikation unter den Akteuren und zur strategischen Planung von Lösungsansätzen durchgeführt. Von der Idee her besteht eine Entwicklungswerkstatt aus: der Ist-Standanalyse (u.a. Bestandaufnahme, Erfahrungen, Ressourcen, Situation), der Beschreibung der Trends und Ziele (u.a. zu erwartende Entwicklungen, Herausforderungen, notwendige Angebote, Bedarfe, Beteiligung, Entwicklung von Entscheidungsvorlagen) und der Festlegung der Strategien (u.a. konzeptionelle Überlegungen, Ressourcen, Kooperationen, Messbarkeit und Umsetzungsschritte).


#MISSION2038 Jugendkonferenz Lausitz

Deutschland soll bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen. Dazu einigten sich im Januar 2020 Bund und Länder auf einen gemeinsamen Fahrplan. Insbesondere für die Region Lausitz bedeutet das nach Jahrzenten des Kohletagebaus einen massiven Strukturwandel. Zur Abmilderung sollen mehrere Milliarden Euro als Strukturstärkungsmittel in die brandenburgischen und sächsischen Kommunen und Landkreise gepumpt werden. Besonders für die jungen Generationen und ihre Eltern stehen für ihre Zukunft und ihre Lebenswelt Veränderungen an. Bislang wurden junge Menschen dazu nur unzureichend gehört.

Das Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung unterstützt deshalb gemeinsam mit den Kolleg*innen der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen das Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) #MISSION2038 (Link). Dort soll der Fokus auf die Ideen, Wünsche und Vorstellungen der jungen Lausitzer*innen gerichtet werden.

Eine Jugendkonferenz in der Lausitz sollte die Grundlage bilden, um Formate und Netzwerke für die Beteiligung der jungen Menschen aus der Region am Strukturwandel zu schaffen. Kinder und Jugendliche entscheiden selbst mit, wie die Zukunft ihrer Region gestaltet wird und entwickeln gemeinsam Ideen und Lösungsansätze. Die Jugendkonferenz sollte die öffentliche Wahrnehmung für das Thema und erwachsene Entscheiderinnen und Entscheider sensibilisieren, junge Menschen als wichtige gesellschaftliche Akteurinnen und Akteure ernst zu nehmen und in die Zukunftsgestaltung der Region zu einzubeziehen. Aufgrund der wegen der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen konnte die Konferenz nicht – wie geplant – im März 2020 vor Ort stattfinden. Allerdings gab es ein virtuelles Beteiligungsformat mit ersten Ergebnissen (Ergebnis Padlet).

Derzeit wird überlegt, wie und wann die Jugendkonferenz nachgeholt werden kann.

 

 


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